Medienkompetenz

Medienkompetenz und aktive Auseinandersetzung mit neuen Medien sind der Schlüssel zur sicheren und angemessenen Nutzung des Internets.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen und Medienkompetenz fördern
In der Schweiz sind heute über 11 Mio. Mobilfunkgeräte aktiv und rund 75% der Endgeräte sind internetfähige Smartphones. Da geht schnell vergessen, dass das World-Wide-Web erst 1993 erfunden wurde und die Erfolgsgeschichte des mobilen Internetzugangs mit dem iPhone begann. Noch haben die meisten Eltern eine Kindheit ohne Internet und Smartphones erlebt. Die heutigen Kids hingegen bedienen Tablets und Laptops virtuos, streamen Musik und Videos und tauschen sich mit Freundinnen und Freunden über soziale Plattformen aus. Die Möglichkeiten der digitalen Welt erlauben neue Formen der Kommunikation und Vernetzung, aber auch der Unterhaltung und Freizeitgestaltung. Aber wieviel im Internet surfen ist eigentlich für Kinder wie für Erwachsene vertretbar? Welche Angebote und Dienste sind für welches Alter geeignet? Hier gehen Vorstellungen von Kindern und Eltern oft weit auseinander. Praktische Erfahrungen damit haben beide oft zu wenig. Zudem gibt es auch handfeste Gefahren und Risiken, vor denen Kinder (aber auch immer wieder Erwachsene) geschützt werden müssen. Für die sichere Nutzung des Internets gibt es leider keine technische Lösung, keinen „grünen Knopf“, den man einfach drücken kann, und die Gefahr ist gebannt. Die vernünftige, angemessene und sichere Nutzung des Internets basiert vielmehr auf Aufklärung, Kompetenzen und vor allem auf Eigenverantwortung. Medienkompetenz kann man sich zudem nicht einmalig aneignen; es handelt sich um einen lebenslangen Prozess verbunden mit ständiger Anpassung und Übung. Hier setzt die Neue Brancheninitiative Jugendmedienschutz der Schweizer Telekomunternehmen an. Unter dem Patronat des Schweizerischen Verbandes der Telekommunikation (asut) haben sich die führenden Telekommunikationsanbieterinnnen zu verschiedenen Massnahmen verpflichtet, die zur Förderung der Medienkompetenz von Eltern und Kinder und zum Jugendmedienschutz beitragen. Gemeinsam leisten wir einen Beitrag zu einem umsichtigen und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien. Eine Übersicht mit den wichtigsten Tipps kann über den folgenden Link heruntergeladen werden. Flyer Brancheninitiative Jugendmedienschutz

Brancheninitiative

Mit der neuen Brancheninitiative für Jugendmedienschutz unterstützt die Schweizer Telekombranche Jugendliche und Eltern im Umgang mit digitalen Medien.

Computer, Smartphone und Internet sind die neuen Kulturtechniken des 21. Jahrhunderts. Ihre Anwendung und Nutzung muss erlernt werden. Wie das Schreiben und Lesen. Der sichere und angemessene Umgang mit neuen Medien basiert auf Kompetenzen und Regeln. Doch wie können Kinder und Jugendliche dieses Wissen erwerben? Die Schweizer Telekomunternehmen unterstützen Kinder, Jugendliche und Eltern im Umgang mit digitalen Medien. Im Rahmen einer Brancheninitiative für Jugendmedienschutz haben sich die beteiligten Unternehmen zu einem Massnahmenkatalog verpflichtet, der von jedem Unternehmen eingehalten werden muss. Die Massnahmen sind verbindlich und deren Umsetzung wird regelmässig durch unabhängige Stellen überprüft
Die Brancheninitiative setzt auf Beratung und Information und stellt folgende Massnahmen ins Zentrum:
  • Die Unternehmen bieten ihren Kunden Sperrmöglichkeiten für ihre Video-on-Demand-Inhalte mit Altersbeschränkungen an.
  • Die Unternehmen halten als Hosting-Provider ihre Geschäftspartner zur Einhaltung von Jugendschutzmassnahmen an.
  • Sie sperren in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesbhörden den Zugang zu Kinderpornografie.
  • Kundinnen und Kunden werden gemeinsam über aktuelle Kinder- und Jugendschutz-Software informiert.
  • Zusätzlich bieten die Unternehmen beim Verkaufsprozess, im Kundendienst oder auf den Webseiten Informationen zum Jugendmedienschutz an. Um diese Angebote rasch bekannt zu machen, werden auch alle bestehenden Kunden einmalig darauf aufmerksam gemacht.
  • Zudem benennen die Unternehmen einen Jugendmedienschutz-Beauftragten.
  • Die Umsetzung und Weiterentwicklung der Brancheninitiative erfolgt im Austausch mit Behörden und interessierten Organisationen.
  • Es gelten verbindliche Fristen zur Umsetzung der Massnahmen.
  • Die Brancheninitiative wird zudem im Rahmen einer regelmässigen externen Evaluation überprüft.
Die neue und aktualisierte Brancheninitiative trat am 10. Juni 2016 in Kraft und steht allen Fernmeldedienstanbietern offen. Zu den Erstunterzeichnern gehören Salt, Sunrise, Swisscom und UPC, die bis Ende Dezember 2016 die Massnahmen umsetzen müssen.
Brancheninitiative Jugendmedienschutz
PartnerJugendmedienschutzbeauftragte/rLinks
UPC Schweiz GmbH
Liliane Ackle
Richtiplatz 5
8304 Wallisellen
jugendmedienschutz@upc.ch
Salt Mobile SA
Felix Weber
Rue du Caudray 4
1020 Renens 1
jugendmedienschutz@salt.ch
Sunrise Communications AG
Cédric Marty
Binzmühlestrasse 130
8050 Zürich
jugendschutz@sunrise.net
Swisscom AG
Michael In Albon
Alte Tiefenaustrasse 6
3050 Bern
info.jugendmedienschutz@swisscom.com

Filtersoftware

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Internetfilter im Bereich Jugendmedienschutz
Kinder- und Jugendschutz-Software unterstützt Eltern und Erziehungsberechtigte, damit der Nachwuchs das Internet auf eine möglichst sichere Weise entdeckt und nutzt. Wichtige Attribute von jeder Filter-Software sind die Sperrung unangemessener Inhalte und gegebenenfalls das Monitoring des Webverhaltens der jungen Nutzer.
Filter-Software und Kinderrechte

Der Einsatz von Filter-Programmen zur Überwachung des Internetverhaltens oder der elektronischen Kommunikation kann einen Eingriff in die Kinderrechte oder in die Persönlichkeitsrechte von Kindern darstellen. Es ist in jedem Fall zu empfehlen, die Filter-Software in Absprache mit den betroffenen Kindern einzusetzen und die Ergebnisse gemeinsam auszuwerten.

*Bei Netzsieger handelt es sich um eine unabhängige Experten-Redaktion, die Produkte und Dienste unterschiedlicher Art bewertet. Dabei orientieren sich die Experten jeweils an der aktuellen Marktsituation. Mehr Informationen finden Sie hier
Wie schnitten die getesteten Filter-Softwares im Netzsieger-Test ab? (Stand Mai 2017)