News

Member-Apero der asut vom 17.09.2026
17.09.26 19:00 |

Drohnen im Einsatz – Transport, Sicherheit und Kriegsführung 

Drohnen haben sich von einem technologischen Nischenprodukt zu einem vielseitigen und oftmals günstigen Werkzeug mit wirtschaftlicher und im militärischen Bereich auch von strategischer Bedeutung entwickelt. Sie ermöglichen neue Formen des Transports, der Informationsgewinnung und Aufklärung. Gleichzeitig verändern sie die Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen und prägen zunehmend die moderne Kriegsführung. 

Im Vorfeld des Member-Apéros zeigte Swisscom Broadcast in einer ausgebuchten Live-Vorführung in Ittigen, wie ein Abwehrsystem unerlaubte Drohnen erkennt und automatisch Gegenmassnahmen einleitet. Danach begrüssten Myriam Käser, Leiterin Group Communications & Corporate Responsibility bei Swisscom, und asut-Geschäftsführer Christian Grasser die weiteren Teilnehmenden. Ihre Botschaft: Drohnenabwehr ist zentral für den Schutz kritischer Infrastruktur, und dazu gehört eine sichere, in der Schweiz gehostete Lösung. 

Philipp Eder, Head of Drones & Robots bei Swisscom Broadcast AG, ordnete die Doppelrolle der Drohne ein: Sie ist einerseits Bedrohung, hilft andererseits bei der Überwachung von Industrieanlagen oder der Lagebeurteilung der Feuerwehr. Markus Höpflinger, Leiter des Robotikzentrums des VBS, stellte das Programm Locus (Low-Cost Counter-UAV System) vor. Es soll ein Kostenungleichgewicht abbauen: Mit relativ wenig Geld lässt sich potenziell sehr viel Schaden anrichten, während die Drohnenabwehr teuer und aufwendig ist. Höpflingers Fazit: Das Katz-und-Maus-Spiel hat begonnen, und die Entwicklung steht erst am Anfang. 

Abschliessend zeigte Christian Bredemeier, CEO von Jedsy, wie sich ein ursprünglich für den Gesundheitsbereich entwickeltes System auch zur Abwehr unerlaubter Drohnen einsetzen lässt, etwa bei Fussballspielen oder an Flughäfen. Im Fokus steht eine Low-Tech-Lösung: Eine Drohne wirft ein Netz aus, fängt den Eindringling ein und bringt ihn in dünn besiedeltem Gebiet sicher zu Boden. 

Die Vorträge und Diskussionen zeigten deutlich: Kostenasymmetrie und komplexe Luftraumregulierung mit langen Bewilligungszeiten bleiben grosse Herausforderungen. Herzlichen Dank an unseren Partner und Gastgeber Swisscom (Schweiz) AG sowie an alle Referierenden für die spannenden Impulse.  

> Präsentationen

dos