| | Die neuen Medien, namentlich Internet und Mobilfunk, haben eine rasche und umfassende Verbreitung in unserer Gesellschaft gefunden und bieten beinahe uneingeschränkte Möglichkeiten zur Information und Kommunikation. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft und dienen dem zwischenmenschlichen Austausch über Raum und Zeit.
Wie alle Technologien können auch die Neuen Medien missbraucht werden und unerwünschte Wirkungen entfalten. Eine berechtigte Sorge ist insbesondere der Jugendschutz.
Das Strafgesetzbuch (StGB) und die Verordnung über Fernmeldedienste (FDV) schreiben geeignete Regeln und wirksame Massnahmen zum Jugendmedienschutz vor. Doch Gesetze und Massnahmen alleine können nicht verhindern, dass die neuen Medien von Einzelnen missbräuchlich genutzt oder zweckentfremdet werden -zumal die Rechtsordnung mit der Dynamik der Neuen Medien selten Schritt zu halten vermag.
Der Schweiz. Verband der Telekommunikation (asut) und die unterzeichnenden Unternehmen nehmen mit wachsender Besorgnis zur Kenntnis, dass sich Jugendliche durch die Neuen Medien Inhalten aussetzen, welche für Ihre körperliche oder seelische Integrität nachteilig sein können.
Um solchen Gefahren zu begegnen, leisten die Branchenvereinigung asut, die Unterzeichnenden sowie ihnen nahe stehende Organisationen schon seit längerer Zeit erfolgreiche Aufklärungs- und Präventionsarbeit: So besitzen z.B. die wichtigsten Mobiletelekommunikationsunternehmen bereits einen Code of Conduct und der Branchenverband der Mehrwertdienstleister (SAVASS) einen Ehrenkodex. Vergleichbare Initiativen von Telekommunikationsunternehmen bestehen bereits seit 2002.
Trotzdem erachten es die Unterzeichnenden als angemessen weiterführende Schritte zur Prävention wie zur Förderung von Medienkompetenzen zu unternehmen. Sie sichern allen Gruppen und Personen die sich für Jugendmedienschutz einsetzen ihre Zusammenarbeit und Unterstützung zu.
Technische und betriebliche Massnahmen sind zwar wichtige Elemente im Umgang mit Neuen Medien, garantieren aber noch keinen absoluten Jugendmedienschutz. Unentbehrlich ist letztlich der selbstverantwortliche Umgang mit den Neuen Medien sowie die Begleitung von Jugendlichen im Umgang mit sämtlichen Medien.
Einen umsichtigen und verantwortungsbewussten Umgang mit den Neuen Medien können Eltern, Erziehende und Lehrpersonen am besten vermitteln. Für diese ist es daher unumgänglich, sich entsprechendes Wissen und Medienkompetenz anzueignen. Sie werden dabei von den Unterzeichnenden im Rahmen dieser Branchenvereinbarung unterstützt.
Download Brancheninitiative
deutsch französisch englisch italienisch
|